Texte
Bis heute kann und möchte ich mich nicht entscheiden. Mal ist mir danach, über ein ernstes Thema zu schreiben, mal behandeln meine Gedichte und Kurzgeschichten Amüsantes aus dem täglichen Leben. Wie so oft ist dies stimmungs- und ideenabhängig.
Ideen hole ich mir auf der Straße. Aufgeschnappte Wortfetzen reichen schon häufig, und ich schreibe los. Ein kleines Diktiergerät hat längst Papier und Bleistift abgelöst, um das Gehörte schnell zu notieren, bevor mein schwaches Gedächtnis mich im Stich lässt.
Die Herangehensweise an einen Text ist dann - zumindest was Reime betrifft - oft gleich. Die Pointe steht fest und ich baue den Rest danach auf. Ein Beispiel soll zur Veranschaulichung dienen. Zur Tour de Farce, pardon Tour de France 2007 mit all ihren Skandalen rund um's Doping fiel mir der Reim "Hier ruh'n in Gott die schnellsten Beine. Sie fuhren fast wie von alleine." ein. Gedacht hatte ich an die teils lebensgefährlichen Selbstversuche der strampelnden Protagonisten.
Bei Kurzgeschichten ist das manchmal anders. Auch hier baue ich rund um eine Idee meinen Text auf, ohne jedoch zu wissen wohin er führt. Mit anderen Worten: Das Ende ist völlig offen. Bei der Kolumne "Autokauf", die unter anderem auch in gekürzter Form im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen ist, dachte ich an die Diskussionen zwischen Mann und Frau, wenn der Kauf eines neuen Autos ansteht. Das es zu guter Letzt nicht dazu kommen würde, ahnte ich selbst nicht.
Sei's wie es ist. Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Freude beim lesen.
Die Seiten des Autors Georg Klinkhammer