Große Sprünge
Ein Fisch, noch jung und unerfahren
und etwas wilderem Gebahren,
erspähte einst in seinem Teich,
'nen Wurm, so lang und lecker weich.
Er schwamm hinüber, schnappte zu
und wurde hochgeholt im Nu
von einem Angler, der sich dachte,
er hätt' 'nen Barsch, drum zog er sachte.
Doch dann, das fand der nicht so fein,
war's nur 'ne Schleie, klitzeklein.
Enttäuscht, doch für den Fisch ein Glück,
warf er den Winzling rasch zurück.
Für den war's spannend ungeheuer,
ein mächtig großes Abenteuer.
Zumal der Wurm ganz köstlich schmeckte
und weit'ren Appetit erweckte.
Am nächsten Tag das gleiche Spiel.
Dem Fisch wurde es nie zuviel.
Er biss den Wurm, wurd' hochgezogen,
um dann in einem hohen Bogen
in's Nasse Element zu streben.
Welch and'rer Fisch konnt' das erleben?
Die Zeit verging, er wuchs heran
und stets warf ihn der Angelmann.
Bis eines Tag's er ihn behielt.
Jetzt war des FischesGlück verspielt.
Er hätt' sich gerne noch beschwert,
doch landete er auf dem Herd.
Die Seiten des Autors Georg Klinkhammer