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Aus aktuellem Anlass

Dieses Video wurde auf Tageschau.de zum Download angeboten. Hier die ungekürzte Fassung des Interviews, welches ich bewusst nicht kommentiere.

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Political correctness

  • Georg Klinkhammer, im April 2012
  • Ich schäme mich ob meiner Herkunft. Was sind wir Deutsche doch auch aufgrund unserer durch nichts zu entschuldigenden Vergangenheit zu einem Volk der Lügner und Wegducker geworden.

    Schon im Geschichtsunterricht seid dem letzten Krieg wird uns - fern jeglicher Realitäten - ein Wissen vermittelt, welches schlichtweg falsch, aber politisch korrekt ist. Dies betrifft in erster Linie die Hintergründe zur Entstehung des 2. Weltkrieges.

    Seitdem ist es auch ein Tabu, die Politik des Staates Israel zu kritisieren oder kritisch zu hinterfragen. Zu groß ist die Schuld der Deutschen, die auch heute noch im Büßerhemd und in Sack und Asche rumlaufen.

    Keine Frage: Was unser Volk und unsere diktatorische Führung den Juden und vielen Anderen an Leid zugefügt hat, darf niemals vergessen werden und ist durch nichts zu entschuldigen. Aber warum gehen wir mit dem Staat Israel anders um als mit den übrigen Staaten? Warum legen wir ein anderes Maß an die Handlungsweise der politischen Führung Israels an? Warum dulden wir - zumindest kommentarlos - die Siedlungspolitik Israels, sollen jedoch gleichzeitig jede Aktion der Palästinenser verdammen? Mit welchem Recht besitzt Israel Atomwaffen und ist nicht abgeneigt, damit dem Iran zu drohen?

    Die Liste mit Fragen könnte schier endlos verlängert werden. Im Kern geht es mir jedoch darum, einmal hinzusehen und hinzuhören. Hat jemand von den Medien eigentlich das Gedicht von Günter Grass gelesen? Ich meine damit die Inhalte, fern jeglicher Polemik. Ich hoffe nein, denn dies würde die vielen Artikel und Berichte entschuldigen. Fern von jeglichem gesunden Menschenverstand wird das Bild eines bösen Irans und eines bedrohten Israels gezeichnet. Dabei ist weder das Volk Israels, noch die Bevölkerung im Iran unter der Fuchtel eines Idioten böse.

    Grass hat 1 und 1 zusammengezählt und ist erstaunlicherweise auf das Ergebnis 2 gekommen. Wird der Iran mittels einer Atomwaffe getroffen, sterben unzählige Unschuldige. Und nicht nur dort. Die Auswirkungen wären verheerend.

    Baut der Iran tatsächlich an der Bombe, muss mit allen diplomatischen Möglichkeiten, aber niemals mit Waffengewalt dagegen vorgegangen werden. Im Übrigen wird auch hier wieder mit zweierlei Maß gemessen. Der Iran hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben. welcher Staat darf ihm verbieten, mit nuklearen Materialien zu experimentieren? Der Iran ist ebenso autonom wie die Vereinigten Staaten von Amerika oder China. Wer bestimmt, wer ein guter und wer ein böser Staat ist?

    Ich hoffe sehr, dass Grass etwas gesäht hat, das keimt und mittelfristig für eine klarere Sicht auf die Realitäten sorgt.

    Lang lebe das israelische und iranische Volk.

     

    Verrückte Welt

    Wie war es noch vor nicht allzu langer Zeit? Man schrieb als Autor im stillen Kämmerlein oder der verräucherten Spelunke seine Texte auf der guten alten "Adler", ging anschließend mit dieser Zettelwirtschaft bei Verlagen hausieren, bzw. sammelte seine Ergüsse für Lesungen oder den Papierkorb.

    Doch auch wir Schreiberlinge müssen mit Veränderungen klar kommen. Die Schreibmaschine steht schon lange verstaubt in einer Ecke. Sie hat Platz machen müssen für ein elektronisches Helferlein namens Computer. Also kämpfen wir heute nicht mehr mit Löchern im Schreibpapier, weil das große "O" partout meinte, eine Ausstechform zu sein. Nein, das Schlachtfeld hat sich verlagert auf die Tücken der Datenspeicherung, der falschen Datenformate, leerer Notebook-Batterien, Papierstau im Drucker und fehlender Internet-Verbindung.

    Nichts geht mehr ohne Computer. Dieser Einsicht ging - zumindest in meinem Fall - ein schmerzhafter Lernprozess voraus.

    Alles ist jetzt anders

    Mittlerweile tut es nicht mehr weh. Im Umgang mit Notebook und Internet bin ich geübt. Ich versende und empfange Mails (das ist elektronische Post, die Menschen früher einmal auf Papier im Umschlag von A nach B transportiert haben) und bin Besitzer einer eigener Seite im Internet (Sie lesen grade darin).

    Und ich muss gestehen, die neue Technik bringt Vorteile. Die Finger schmerzen nach langer Tipparbeit nicht mehr so sehr. Fehler im Text sind schnell korrigiert und Briefmarken kenne ich nur noch vom Hören-Sagen. Was geblieben ist, ist der Kaffee auf dem Tisch, ein mürrischer Ober und der Geruch nach kaltem Rauch in der Kneipe.

    Fällt mein Blick jedoch von Zeit zu Zeit auf meine alte, schwarze "Adler", kriecht Wehmut in mir hoch, und der Gedanke macht sich breit: "Früher war alles besser".

    Erwartungshaltung

    Ich bin stolz auf Sie. Sie haben immerhin bis zu dieser Textpassage durchgehalten. Sie gehören also eindeutig zu einer Minderheit, die mir äußerst sympathisch ist. Sollten Sie jetzt auch noch in meinen Texten stöbern, ist meine Freude fast grenzenlos.

    Sie dürfen leichte Reime erwarten, die ich als vorwiegend heiter bezeichne. Keine große Dichtkunst, mitnichten, aber etwas zum Schmunzeln, vielleicht sogar Lachen. Erreiche ich mit meinen Ergüssen Ihr Herz und Ihren Kopf, dann bin ich zufrieden.

    Außerdem gebe ich einen kleinen Einblick in meine Kurzgeschichten, Kolumnen und Romane. Ich hoffe, es gefällt.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Freude an der Lektüre. Schauen Sie gelegentlich mal wieder vorbei. Möglicherweise habe ich weitere Texte hier eingestellt. Vielleicht aber auch nicht. Ich neige zu oft zur Disziplinlosigkeit und Faulheit. Eine meiner Schwächen, neben trockenem Rotwein und der holden Weiblichkeit.

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